Dieser Abend ist geeignet für alle, die mit einem geräuschempfindlichen oder ängstlichen Hund leben, beruflich mit Hunden arbeiten oder besser verstehen möchten, wie Angst entsteht und wie wir Hunde sicher, freundlich und fachlich fundiert begleiten können.
Viele Hunde kennen Situationen, die sie verunsichern oder ihnen Angst machen: ein plötzliches Knallen, Gewitter, laute Fahrzeuge, fremde Menschen, andere Hunde, ungewohnte Gegenstände oder auch Spaziergänge in der Dämmerung. Angst ist dabei erst einmal nichts „Falsches“. Sie erfüllt eine wichtige Funktion: Sie hilft Lebewesen, Gefahren zu erkennen und sich zu schützen. Problematisch wird es, wenn Hunde vor Dingen Angst entwickeln, die im Alltag immer wieder vorkommen und für sie oder ihre Menschen zur Belastung werden.
Gerade Geräuschangst kann sehr eindrücklich sein: Eben schnüffelt der Hund noch entspannt am Wegesrand, im nächsten Moment steht er zitternd da, möchte nur noch nach Hause oder sucht verzweifelt Schutz. Oft hört man dann gut gemeinte Ratschläge: „Ignorier das einfach“, „Bleib ruhig, dann merkt dein Hund, dass nichts passiert ist“ oder „Tröste ihn nicht, sonst verstärkst du die Angst.“ Doch so einfach ist es leider nicht. Hunde bewerten Reize eigenständig, nehmen ihre Umwelt anders wahr als wir und können nicht einfach durch unsere Erklärung verstehen, dass ein Knall, ein Gewitter oder eine ungewohnte Situation ungefährlich ist.
An diesem Themenabend schauen wir uns an, was Angst eigentlich ist, warum manche Hunde besonders stark auf Geräusche oder Alltagssituationen reagieren und welche Faktoren Angst verstärken oder abschwächen können. Wir sprechen darüber, ob man Angst „verstärken“ kann, ob Trösten erlaubt ist und wie wir unseren Hunden in belastenden Situationen wirklich Sicherheit geben können. Auch verbreitete Vorstellungen wie „der Hund braucht nur mehr Führung“ oder „er übernimmt den Job des Menschen“ werden fachlich eingeordnet.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können wir unserem Hund helfen, ohne ihn zu überfordern? Es geht um sinnvolle Managementmaßnahmen, um Schutz und Sicherheit, um den Aufbau von Bewältigungsstrategien und darum, wie Training bei Geräuschangst und Alltagsängsten gestaltet werden kann. Dabei betrachten wir sowohl akute Hilfen für schwierige Situationen als auch langfristige Trainingswege.
Dieser Abend ist geeignet für alle, die mit einem geräuschempfindlichen oder ängstlichen Hund leben, beruflich mit Hunden arbeiten oder besser verstehen möchten, wie Angst entsteht und wie wir Hunde sicher, freundlich und fachlich fundiert begleiten können.
Inhalte des Themenabends:
Für wen ist der Themenabend geeignet?
Für Menschen mit Hunden, die Angst vor Geräuschen, Gewitter, Knallgeräuschen, fremden Menschen, anderen Hunden, Dunkelheit oder ungewohnten Alltagssituationen zeigen. Ebenso für alle, die Angstverhalten besser verstehen und ihre Hunde sicherer, freundlicher und kompetenter begleiten möchten.
Ziel des Abends
Du sollst nach diesem Abend besser einordnen können, was bei Angst im Hund passiert, welche gut gemeinten Tipps problematisch sein können und welche konkreten Möglichkeiten Du hast, Deinem Hund im Alltag mehr Sicherheit, Orientierung und Bewältigungsmöglichkeiten zu geben.
Gerd Schreiber
In de Eck 4
21522 Hittbergen
gerd@hund-und-wir.de
Gerd arbeitet seit fast 20 Jahren im Bereich des Hundetrainings und der Beratung von Menschen mit Hunden.
Seit 2009 führt er seine Hundeschule „Hund&Wir“ in der Nähe von Lüneburg hauptberuflich.
Was damals mehr als Hobby begann, festigte sich rasch durch die fundierte Ausbildung bei Dr. Ute Blaschke-Berthold zu einer Passion.
Diese Leidenschaft zeigt sich, neben der Einzelberatung vor Ort, auch in den Seminaren und Vorträgen die Gerd seit 2011 zu allen Alltagsthemen mit dem Hund im deutschsprachigen Raum hält.
Gerd vertritt im Hundetraining klar die Kultur der positiven Verstärkung. Somit stützt sich die Arbeit mit den Hunden auf den aktuellen fachlichen und ethischen Ansatz in der Arbeit mit positiver Verstärkung, auch und gerade bei Hunden in schwierigen Lebensumständen.
Einen festen Platz nimmt zudem seit 2013 die Ausbildung von Hundetrainer:innen bei cumcane familiari und der ATN in seiner täglichen Arbeit ein.
Corona hat die Lehrtätigkeit rund um den Hund nochmals verändert und die Fähigkeiten, die auch im Vorfeld von Corona im Bereich des Onlinetrainings bestanden, wurden erweitert und vertieft.
Im IBH e.V. bringt sich Gerd als 3. Vorsitzender mit ein.
Beständige Weiterbildungen im breiten Spektrum des Hundetrainings und der Erwachsenenbildung sind für Gerd Schreiber selbstverständlich.
Aktuell bereichern seine beiden Hunde Enya (rumänischer Straßenmix) und Jim (russischer Straßenmix) sein Leben.
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