Philosophie

Eine Mensch-Hund -Beziehung soll glücklich machen, den Menschen und den Hund!

Man möchte sich aneinander erfreuen, miteinander Spaß haben, das Leben miteinander verbringen und das möglichst harmonisch. Um dieses zu erreichen gehören aber auch Dinge dazu, die wir manchmal gar nicht wahrnehmen oder schlichtweg verlernt haben.

 

Dazu ein kleines Beispiel:

Ein Mensch steht mit seinem Hund vor einem

Einkaufszentrum, verstaut Einkäufe in seinen Fahrradtaschen und möchte, dass sein Vierbeiner so lange "sitz" macht, bis alles verstaut ist. Doch Waldi bleibt stehen, dann fängt er an an der Leine zu ziehen, vor und zurück zu laufen und Herrchen an zu springen. Trotz merhrmaligem "sitz", "sitz"!"siiiiitz!! hat Hundi die Ohren scheinbar auf Durchzug gestellt. Herrchen zieht seinen Hund immer wieder zurück zum ursprünglichen Punkt und verlangt weiterhin ein "sitz" nach dem anderen, den Kopf immer noch zu den Einkaufstaschen gebeugt und in Gedanken schon wieder zu Hause bei seiner Frau, die seit Tagen mit Grippe im Bett liegt. Je mehr der Halter zieht und meckert, um so mehr zieht Waldi und desto lauter und gereizter wird sein Halter. Mittlerweile steht Waldi in der Leine und bellt sich die Seele aus dem Leib!

Hätte der Zweibeiner sich etwas früher einmal umgeschaut, hätte er wahrscheinlich verstanden was seinen Hund beschäftigte. Ein Mensch-Hund-Gespann lief(erst noch in größerer Entfernung, nun schon viel näher) auf sie zu, die Fellnase dieses Gespanns starrte Waldi ziemlich direkt an....Waldi wollte anfangs einfach nur Herrchen Bescheid geben:”Öhm Herrchen...schau mal da... wir sollten hier mal weg oder wenigstens den Abstand ein klitze kleines Bisschen vergrößern...öhm hallo???” Das "sitz"-Signal inklusive des nicht verstehen zu scheinenden

Menschen halfen dem Hund in diesem Moment gar nicht! Also entschied er sich für eine andere Strategie, einer musste ja was tun, so wurde es eben laut...!

In dieser Situation hat sich aber sicherlich nicht nur Waldi alleine, unverstanden und unwohl gefühlt, auch seinem Menschen wird es nicht gut gegangen sein, wollte er doch seinen Hund nicht schon wieder zu Hause lassen wenn er den ganzen Tag schon nicht raus kam weil seine Frau doch krank ist. Und nun fühlt sich der Mensch möglicher Weise überfordert,gehetzt, unwohl und schuldig. Hätte Waldi doch sicherlich besser gehört wenn er in der Mittagspause noch schnell zu ihm gefahren wäre und er so mehr

Beschäftigung gehabt hätte....?!

 

An diesem Beispiel kann man toll erkennen, dass wir manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Das tun wir aber nicht mit Absicht, denn oft sind wir so in unserem Alltagstrott/Alltagsstress, dass wir froh sind alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Oft vergessen wir dabei inne zu halten, uns auf das zu konzentrieren was grade ist und im Hier und Jetzt zu leben. Die Balance ist uns abhanden gekommen.

Und nicht nur der Mensch, auch der treue Gefährte kann außer Balance geraten, sei es durch neue Lebensumstände, schlechte Erfahrungen, Erkrankungen, Pubertät, Läufigkeit oder einfach aber mit großen Auwirkungen: das der Mensch seine angespannte Stimmung auf den Hund überträgt.

 

Es gibt unendlich viele Gründe die ein Tier, einen Menschen oder gar die Beziehung zueinander aus der Balance bringen können und plötzlich wundern wir uns darüber, dass es an einer Stelle anfängt zu haken. Unser Hund mag plötzlich Nachbars Rüden nicht mehr, Leinenführigkeit war gestern und Autofahren war eh schon immer doof. Das Ganze gepaart mit einer harten Arbeitswoche, meißt gut gemeinten(aber nervenden) Ratschlägen von allen Seiten und einer aufkeimenden Hilflosigkeit, kann kräftezehrende Ausmaße annehmen. An dieser Stelle braucht man manchmal einfach Unterstützung von Außen. Nicht weil man schwach oder der Situation nicht gewachsen ist, nein weil man selber mitten drinnen steckt und so selten objektiv sein kann. Mir ist es wichtig Dir und Deinem Hund hier zu helfen und die Zusammenhänge bewusst zu machen . Wir schauen gemeinsam wo die Herausforderung (das Problem) liegt, welche Maßnahmen zu Euch passen und wie wir daran arbeiten können, dass Ihr als Team Eure Balance wiederfindet. 


                                 

 

 

 

                                       Drei Dinge die für mich hilfreich waren und sind:

  •  Jedes Mensch-Hund-Team ist einzigartig und benötigt seine individuelle Herangehensweise!
  •  Lasse andere niemals zum Maßstab für Dich selber werden, vor allem dann wenn etwas   nicht klappt!
  •   Vertraue Dir und Deinem Bauchgefühl!